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Firmengeschichte Goethe wird in deutschen Landen wie ein Fürst gefeiert, Caspar David Friedrich malt romantische Landschaften, Beethoven beendet mit der großen Fuge in B-Dur eine seiner letzten Kompositionen, und Alexander von Humboldt hält seine berühmten "Kosmos"- Vorträge in Berlin. Dort hat man gerade die neue Gasbeleuchtung in den Straßen installiert, auf denen moderne Pferde-Omnibusse Aufsehen erregen. Das alles wird auch in Ulm registriert, weil dergleichen das örtliche "Intelligenzblatt" meldet. Weniger Beachtung findet hier die Tatsache, dass der Kaufmann Jacob Bek in jenen Tagen für 6.300 Gulden ein Geschäftshaus in der unteren Hafengasse erwirbt und seine Eisenhandelsfirma gründet. Dennoch
verdient auch dieser Entschluss Respekt, weil um diese Zeit die finanzielle Lage
landauf landab trostlos ist, und die Verarmung immer weiter zunimmt. Das Geschäft
beginnt dennoch zu florieren, von 1834 bis 1840 kann Jacob Bek drei weitere Häuser
erwerben. Lagerplatz ist wertvoll in der zwangvollen Enge innerhalb der mittelalterlichen
Grenzen der Stadt. Nach seinem Tod 1860 geht das Geschäft auf die Frau von
Jacob Bek über, die den Handel mit Grobeisen und groben Eisenwaren gemeinsam
mit Eduard Bek, ihrem Neffen, weiter betreibt. Auch eine Papiermühle wird
noch eine zeitlang nebenher unterhalten. Dazu kommen ein Drahtzug mit Stiftfabrikation
in Söflingen und die Beteiligung an einer Essigfabrik. Ein paar Fässer
bietet man lange Zeit mit Eisenwaren feil. Nach und nach werden die anderen Geschäftszweige
aufgegeben, die älteste Ulmer Eisengroßhandlung konzentriert sich auf
ihr Kerngeschäft: den Handel mit Grobeisen, ein Privileg der Ulmer Kaufleute-Zunft. Das Eisen kommt meistens auf Schiffen die Donau stromaufwärts und unterliegt dem städtischen " Eisenzoll". Was zu Lande und auf dem Wasser in Ulm eintrifft, verkündet ein "Eisenamtmann" den hiesigen Kaufleuten, von denen die Ware auf Pferdefuhrwerken und Handkarren zu den Handelskontoren befördert wird. Das ist auch die übliche Verfahrensweise unter Eduard Bek, dem sein Sohn Jacob als letzter Inhaber dieses Namens folgt. Im Jahr 1913 wird die Eisenhandlung an die mit ihm verschwägerten Kaufleute Erwin Walter und Karl Pfau verkauft, die das Unternehmen weiter ausbauen: 1926 mit dem Erwerb eines Grundstücks in Neu-Ulm, 1929 mit der Übernahme der Eisenhandlung Eberle in Illertissen. Die Nachfolger aus den Familien Walter und Pfau führen die Firma aktiv bis in die 80er Jahre und halten bis zum heutigen Tag Firmenanteile, 80 Prozent übernimmt Thyssen im Jahr 1969. Das Unternehmen durchlebt in seinen 180 Jahren Kriege und Friedenszeiten, wirtschaftlichen Aufschwung, Inflationen und Währungsreformen. Durch seine solide Struktur hat es sich über die Zeiten hinweg gegen alle Schwierigkeiten behauptet und die Geschäftsbeziehungen über Generationen entstehen lassen, die bis zum heutigen Tage bestehen. Heute sind wir, der Stahlgroßhandel Jacob Bek GmbH, als mittelständisches Handelsunternehmen ein starker Partner unserer anspruchvollen Kunden. Die uneingeschränkte Nutzung des Zentrallager- und Niederlassungsverbundes der ThyssenKrupp Schulte Organisation unterstreicht dies in besonderer Weise. Zu
unseren Abnehmern zählen führende Unternehmen aus der Automobilbranche
und deren Zulieferindustrie, dem Maschinenbau, der Haushaltsgeräte- und chemischen
Industrie, der Möbelindustrie, Bauindustrie und deren Lieferanten, aber auch
zahlreiche Handwerksbetriebe. |
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